07 Traum
Ich träume davon, dass ich durchs All fliege und mir ein Stern begegnet. Der Stern. Unterdessen wird auf der Erde ein Diktator altersmild. Im All ist es warm, und ich kann mich treiben lassen. Die Sehnsucht schmeckt salzig. Das erinnert mich daran: Zuviel davon ist ungesund. Aber ohne sie ist das Leben fade. Vor mir liegt eine Woche mit dem Friedensnobelpreis. Da findet die Sehnsucht ihren Platz. Und ich will mich anstecken lassen. Frieden ist ein Tu-Wort. Morgen nehme ich die Lichternetze von den Fenstern ab. Der Glaser setzt die neuen Scheiben ein. Ich weiß nicht, was ich mehr brauche: Besseren Durchblick oder mehr Wärme. Innen. Der Advent wartet auf dem Bahnsteig. Züge verspäten sich. Der Advent nie.




