03 Dieses Oh!
Ich laufe zum vierten Mal durch diesen dunklen Morgen. Neben mir das Wasser, auf dem ein Schwan döst. Und ein Glanz, wer weiß woher. Wie erwartet war die Nacht im Zug so mittelgut. Es rumpelt und rattert und schaukelt. Der Schlaf ist leicht wie Staub. Ich ziehe meinen Koffer am Wasser längs. Zwischen Lichterketten und Lichterherzen über den dunklen Hütten des Weihnachtsmarktes wache ich auf. Es fehlt mir an nichts. Das ist kein Halleluja, aber ein Anfang. Da drängt sich dieser Stern dazwischen. Dieses tägliche Entzücken mit ihm. Das „Oh!“, wie seine Stimme klingt und was sie verrät. Heute hat er das erste Mal gesagt, das er ein leichtes Tralala nicht fürchtet. Erst ein Tralala, dann Lametta, habe ich gedacht. Aber vorher führt er mich noch an so viele andere Orte. Heute ist der Tag, an dem meine Seele Schritt halten kann mit dem Glanz. Der liegt auf dem dunklen Wasser, umfängt den dösenden Schwan und verheißt mir ein „Oh!“. Dann wird es hell.




